Glücksspiele

November 5th, 2012
Frank Steger
Glücksspiele

Ab und zu behauptet mal irgendeine einsame Stimme, Glücksspiele sei nicht sonderlich attraktiv und würde für kaum Begeisterung sorgen. Aus irgendwelchen fragwürdigen Quellen schöpfen sie dann ihre Informationen, die oft nur allgemein, nicht selten – um der Wirkung willen – verletzend argumentieren und sie versuchen, Einfluss auf andere Spieler zu nehmen. Wenn aber, und darauf wollen wir hier gleich zu Anfang auch bestehen, die allermeisten Schmähungen in Bezug auf Glücksspiele unangebracht sind, stellt sich trotzdem Frage: Wieso äußern die Menschen solche Sachen? Da es mit der objektiven Wahrheit, also mit dem, was sich im Netz beobachten lässt, ganz offenbar nichts zu tun hat – Millionen zufriedene Spieler sprechen schließlich die denkbar deutlichste Sprache – muss die angebrachte Kritik vielleicht etwas mit den Kritikern selbst zu tun haben. Ein schlechtes Urteil zu Glücksspiele ist deshalb immer auch auf die möglichen Beweggründe des Verfassers hin zu untersuchen. Auch wenn das nach Haarspalterei klingen mag, als Zocker hat man doch die Aufgabe unangebrachte Kritik auch zurückzuweisen und damit das ganze Business vor lächerlichen Verunglimpfungen zu schützen!

Eine Kritik an Glücksspiele hat deshalb in den allermeisten Fällen persönlichen Frust zur Ursache. So ist es beispielsweise möglich, dass ein Spieler einfach ungeschickt agiert hat, sich einen vielleicht nicht ganz unerheblichen Verlust einhandelte und nun glaubt, dafür den Anbieter von Glücksspiele madig machen zu dürfen. Nur: Die Betreiber von Internetcasino sind geprüfte Unternehmen, die neben den behördlichen Konzessionen vor allem auf das Urteil ihrer Spieler angewiesen sind – wer würde es dann schon wagen, auf nachhaltigen Betrug zu setzen? Welcher Anbieter im Netz würde länger als ein paar Tage existieren, wenn sich dort nichts gewinnen ließe? Die informativen Möglichkeiten des Internets sind lobenswert, können sich aber manchmal in die falsche Richtung bewegen, wenn einzelne Frustierte meinen, die persönliche Meinung (und Empfindung) zum Allgemeingut erheben zu müssen. Das jedoch ist weder informativ noch sinnvoll.

Dabei sind Glücksspiele eigentlich eine alte, wenn nicht gar uralte Sache: Schon aus Babylon und von den Sumerern und Ägyptern wird berichtet, dass die Menschen damals munter zockten, mit Würfeln, Steinen und was die Kulturen damals sonst noch so hergaben. Die Freude daran blieb bis heute erhalten und wird durch das Internet und seine Segnungen endgültig in seiner wahren Bedeutung gewürdigt: Glücksspiel ist ein Erbe der Menschheit und Glücksspiele nur ein willkommener Bestandteil dieser, unserer Bräuche. Warum aber einer Kugel nachjagen oder sehnsüchtig nach den Walzen schauen? Ganz einfach: Das entspannt uns Menschen und wir können unseren Traum vom Reichtum ohne schwere Arbeit leben. Kritiker von Glücksspiele haben das immer noch nicht begriffen, sie halten die ganze wenigen Zocker, die der Spielsucht verfallen, für den allgemein gültigen Maßstaben und meinen deshalb, die ganze Branche, Spieler wie Anbieter permanent am Gängelband führen zu müssen.

Glücksspiele

Früher hat das auch noch ganz gut funktioniert, man verbannte die Slots in die dunkelste Ecke der Kneipe, erlaubte die Eröffnung von Spielotheken, die natürlich nicht nur den anständigen Spieler, sondern auch Säufer und Asoziale anzogen. Das Glücksspiel war schnell mit einem Ruf belegt, den es nicht mehr recht loswurde! Demgegenüber sind Games wie Lotto oder Bingo, die gleichfalls auf Fortuna setzen, erstaunlicherweise niemals kritisiert (oder zumindest in Maßen) worden, vielmehr würde es kaum überraschen, wenn ein Politiker oder Richter plötzlich als Lottogewinner dastehen würde! Wenn aber dies in Ordnung ist, wieso unterwirft die (gesteuerte) öffentliche Meinung dann den Rest des Gambling so scharfen Verurteilungen? Dieser absurde Schmähwettbewerb muss aufhören, die Neidmasken müssen den Mißgünstigen heruntergerissen werden und der Spieler muss sich seiner Rechte bewußt werden:

Eine Leidenschaft wie Glücksspiele ist keine schlechte, beileibe nicht, und es ist nur konsequent, wenn wir Zocker nun im Internet endlich unseren Freiraum vorfinden, nachdem wir uns schon so lange gesehnt haben. Das zu schätzen und zu würdigen, vor allem anzuerkennen, ist Aufgabe und Verpflichtung der Politik. Schließlich sind Zocker keine Verbrecher.

Genug geschwafelt? Dann kann es ans Zocken gehen! Freilich entscheidet auch bei Glücksspiele die Auswahl des richtigen Anbieters und dabei können sich schon mal Probleme ergeben, mit denen man jetzt noch gar nicht richtig. Nicht jeder, der Glücksspiele im Angebot hat, ist auch tatsächlich seriös! Zwar sind Fälle von echtem Betrug, etwa durch manipulierte Software, sehr selten geworden und die Berichte darüber stammen entweder noch aus den wilden Anfangsjahren des Internets oder sind schlichtweg persönlicher Natur und haben damit auch keine Berechtigung zur allgemeinen Gültigkeit. Vielmehr besteht die Gefahr, dass ein Betreiber von Online-Casino meint, ein wenig an der Sicherheit sparen zu können. Um das nachzuvollziehen, müssen wir uns die Struktur solcher Angebote vergegenwärtigen: Auf einer Internetseite wird Glücksspiele offeriert, wer um echtes Kohle zocken will, muss auch eben echtes Geld einzahlen.

Dies landet dann normalerweise auf dem Spielerkonto und wird – im Gewinnfall oder im Fall einer verlangten Auszahlung – wieder entsprechend abgebucht, wenn dies der Zocker wünscht. Was aber, wenn plötzlich die Beträge nicht mehr stimmen? Zu wenig Geld ankommt? Der Betreiber selbst wird damit kaum direkt etwas zu tun haben, schließlich leben die Betreiber wie erwähnt von ihren Kunden! Doch wenn sich ein Betreiber einfach eine billige Verschlüsselung leistet und damit auf die Sicherheit nicht viel gibt, können sich – wie überall im Netz – zwielichtige Gestalten einfinden, die dann finanziellen Schaden anrichten. Glücksspiele ist zwar bei Zockern sehr beliebt, deren Konten wiederum sind es bei kriminellen Usern, die – da sie meistens totale Versager sind – sich auf das Internet konzentrieren und dort ihre ansonsten verkümmerten Fähigkeiten ein wenig zum Erblühen bringen. Sie stehlen dann und rauben und bringen Spieler um deren wohlverdienten Gewinn. Um das auszuschließen, ist bei der Auswahl eines Anbieters von Glücksspiele immer auch auf dessen offerierte Sicherheitsstufe zu achten, sonst ist es schnell Essig mit den großen Gewinn.

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